Geologie

Das Salzhaff gehört zur westlichen Ostsee und entstand vor etwa 7000 Jahren im Zusammenhang mit der Litorina-Transgression. Diese Überflutung ließ den Meeresspiegel langsam ansteigen und füllte die Senken und Täler.

Halbinseln

Nur die höheren Erhebungen blieben als Halbinsel (Wustrow, Boiensdorfer Werder) sichtbar. Die Entwicklung der Küsten des Salzhaffs war damit aber nicht abgeschlossen. Vorrangig der Wind verändert die Küsten durch Sturmhochwasser oder durch Windwatten ständig. So wurde in den achtziger Jahren Kieler Ort von der Halbinsel Wustrow abgetrennt und ist nun eine Insel.
Auch der Küstenbereich des Boiensdorfer Werders unterliegt einer ständigen Veränderung die vor allem durch Abbau = Küstenverlust gekennzeichnet ist.

Küstentypen

Grundsätzlich unterscheiden wir Abbau– und Aufbauküsten. Abbauküsten sind die allgemein bekannten Steilküsten, denen die See das Material (Steine, Sand, Lehm, Ton) wegnimmt. So sind steinige Strände und riesige Findlinge im vorgelagerten Wasser typisch für diesen Küstentyp und zeigen die einstige Uferlinie.

Die feineren Materialien werden vom Wasser transportiert und bilden die Aufbauküsten. Dabei gilt es zwei Typen dieser Küstenformen zu unterscheiden. Der an die Küste gespülte Sand läßt Dünen, also die eher bekannten Badestrände entstehen. Die feineren Substanzen (Lehm, Ton) können dagegen nur in relativ windstillen Buchten sedimentieren. Diese Küstenform wird als Salzwiese bezeichnet, ist weit weniger bekannt und steht häufig unter strengem Naturschutz.